Depressionen
Mit Hilfe von Ergotherapie raus aus der Depression
Erkrankt die Seele, erscheint das Leben nicht mehr lebenswert. Menschen mit Depressionen fühlen eine große Leere, lähmende Erschöpfung und Antriebslosigkeit - eine Art Ohnmacht. Sie meinen häufig, ihr Leben nicht mehr bewältigen zu können und finden an nichts mehr Freude.
Wie wird eine Depression behandelt?
Je nach Schwere der Depression wird sie unterschiedlich behandelt. In manchen Fällen ist eine medikamentöse Therapie unumgänglich, oft helfen auch schon Psychotherapie und Ergotherapie. Die Ansätze sind sehr unterschiedlich, daher wird für jeden Patienten ein umfassender und individueller Therapieplan erstellt, der unterschiedliche Bausteine enthalten kann. Der Ergotherapie kommt eine wichtige Bedeutung zu, wenn es darum geht, den Patienten ganzheitlich zu behandeln. Denn die Ergotherapie fokussiert sich auf handlungsorientierte Ansätze, die den Patienten in der Bewältigung seines Alltags, in seinem Selbstwert und in seiner Motivation unterstützen.
Was sind typische Symptome einer Depressionen?
Die typischen Symptome sind ausführlich in den medizinischen Leitlinien beschrieben. Wir möchten nicht auf alle im Detail eingehen, sondern nennen nur die Anzeichen, die besonders häufig eintreten.
Dazu zählen:
- dauerhaft gedrückte Stimmung über längere Zeit
- schnelle Erschöpfung
- mangelnde Motivation
- ausgeprägte Müdigkeit und Schlafstörungen
- Konzentrationsstörungen
- mangelndes Interesse und Freudlosigkeit an sonst beliebten Aktivitäten
- sozialer Rückzug
- Selbstzweifel und mangelndes Selbstvertrauen
- Angstzustände und innere Unruhe
- pessimistische Zukunftsgedanken
- suizidales Verhalten
Schreiten die Depressionen voran, “funktionieren” die Betroffenen im Alltag nicht mehr und werden ihren beruflichen Anforderungen nicht mehr gerecht . Sie fühlen sich überfordert beim Pflegen sozialer Kontakte, ziehen sich zurück und können sich weder im Beruf noch in der Freizeit aus eigener Kraft motivieren oder Freude an Unternehmungen und Hobbys finden.
Wie hilft Ergotherapie bei Depressionen?
“Im Vordergrund aller ergotherapeutischen Behandlungsmethoden stehen weniger die Krankheitssymptome und das Wiederherstellen von Einzelfunktionen (etwa Bewegungstraining eines gelähmten Armes), sondern im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes vielmehr die Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit. Es geht v.a. darum, dem Patienten zu helfen, sich wieder ins gesellschaftliche Leben zu integrieren, und um eine individuelle Gestaltung seiner Umwelt, damit er wieder aktiv am Alltag teilnehmen kann”, schreiben Neurologen und Psychiater im Netz auf ihrer Informationsseite zur Ergotherapie. Doch wie kann man sich die Behandlungsmethoden konkret vorstellen, wenn eine Depression vorliegt?
Ergotherapie als Rundum-Paket?
Die Ergotherapie setzt einerseits bei pragmatischen Dingen wie Zeiteinteilung, Strukturierung des Alltags oder dem Erarbeiten von Handlungsabläufen an. Andererseits wird auch die psychische Seite gestärkt, indem Themen wie Antriebslosigkeit, Stressbewältigung, Entspannung oder Schlaf- und Angststörungen angegangen werden. Im Hinblick auf das häusliche und berufliche Umfeld bekommen die Patienten individuelle Empfehlungen, deren langfristige Umsetzung die Ergotherapeuten ebenso begleiten. “Die gezielte Förderung künstlerischer, handwerklicher, manueller und geistiger Fähigkeiten kann neue Aktivitäten identifizieren, welche Spaß und Freude in den Alltag zurückbringen können. Sportliche Aktivitäten werden generell bei einer Depression empfohlen. In der Gruppe ausgelebt, fördern sie darüber hinaus die soziale Interaktion und Teilhabe”, ist rund um das Thema Depression und Ergotherapie auf der Webseite Depressionen-begegnen zu lesen.
Wie sieht die Behandlung konkret aus?
Die Ergotherapie unterstützt auf unterschiedliche Arten und Weisen bei einer Depression. Hier auch nur wieder ein Auszug der verschiedenen Ansätze:
- Praktische Bewältigung des Alltags
- Erarbeiten von Handlungsabläufen
- besseres Zeitmanagement
- Förderung der Motivation
- Strukturierung des Alltags
- Entwicklung einer Routine bei der Selbstpflege
- Entdecken sinnvoller Aktivitäten
- Erlernen von Techniken zu mehr Achtsamkeit, Stressbewältigung und Entspannung > besserer Schlaf
Welche Ziele bestimmen die Therapie inhaltlich?
In der Ergotherapie steht alles unter dem Zeichen der Ganzheitlichkeit. Sie bietet Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie Alltagskompetenzen fördert, und es schafft, die Lebensqualität der Patienten zu steigern und deren Resilienz zu stärken. Ergotherapie ist in der Regel Teil eines umfassenden Behandlungsplans. Zu Beginn jeder Behandlung wird gemeinsam mit dem Ergotherapeuten ein individueller Therapieplan aufgestellt. Dieser Plan legt fest, welche Einschränkungen behandelt und welche Fertigkeiten vorrangig geübt werden sollen.
Welchen Vorteil birgt der Hausbesuch?
Insbesondere für Menschen, die unter Depressionen leiden, bringt der Hausbesuch immense Vorteile. Sie müssen sich nicht motivieren, aus dem Haus zu gehen, der Ergotherapeut steht bei ihnen vor der Tür. Im Zuge der Anamnese und der folgenden Behandlung kann der Therapeut immer wieder auf das persönliche Umfeld des Patienten eingehen. Und die Patienten sind oftmals in ihrem Zuhause deutlich entspannter und zugänglicher, so dass die Therapie schneller greifen kann. Bei Bunz mobile Ergotherapie können Sie zeitnah und sehr flexibel für sich selbst oder Angehörige Termine vereinbaren.