Burnout und CFS

Ergotherapie Hausbesuche

Burnout oder CFS: So kann Ergotherapie helfen

 

Er kommt schleichend, der Burnout. Aber wenn er da ist, dann mit voller Wucht. Meist brauchen Patienten, bei denen ein Burnout oder ein chronisches Fatique-Syndrom (ME/CFS) diagnostiziert werden, professionelle Unterstützung. Diese kann u.a. in Form von Ergotherapie erfolgen, denn durch alltagsnahe und handlungsorientierte Therapiemethoden können die Patienten schnell lernen, ihren Alltag wieder selbstständig zu bewältigen. In der Regel ist die Ergotherapie jedoch nur ein Baustein eines umfassenden Behandlungskonzepts. Das betont auch Ergo-Netz auf der Informationsseite zum Burnout : “Burnout ist ein komplexes Phänomen, das oft nicht isoliert auftritt. Häufig geht es mit anderen psychischen Belastungen oder Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen  einher oder weist zumindest Überschneidungen in der Symptomatik auf. Daher ist die Behandlung von Burnout oft ein multimodaler Prozess, in dem verschiedene Fachdisziplinen zusammenwirken. Die Ergotherapie spielt hierbei eine wichtige, aber spezifische Rolle, die sich von anderen Ansätzen  wie der Psychotherapie oder Psychiatrie unterscheidet und diese sinnvoll ergänzt.”

Was bedeuten die Diagnosen Burnout und CFS?

Burnout ist in vielen Fällen die Folge von anhaltendem Stress, der nicht mehr bewältigt werden kann. Menschen mit Burnout beschreiben ihren Zustand als maximale Erschöpfung, als komplette innere Leere. Sie fühlen sich kaum in der Lage, ihr Leben eigenständig zu bewältigen. Bevor mit einer Behandlung begonnen werden kann, muss von einem Arzt im Vorfeld die Diagnose Burnout von Depressionen und anderen psychischen Krankheiten abgegrenzt werden.

Dies gilt auch für die Diagnose Erschöpfungssyndrom: Ein reines Fatigue-Syndrom tritt oft in Begleitung schwerer Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Long Covid oder Krebs auf. Das chronische Fatique-Syndrom (ME/CFS) dagegen ist eine völlig eigenständige Krankheit und zählt zu den neuroimmunologischen Erkrankungen. Das chronische Fatigue-Syndrom zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass sich die Symptome schon bei geringsten Belastungen verstärken.

Was sind Symptome von Burnout und Fatigue Syndrom?

Burnout definiert sich in der Regel als psychosoziale Erschöpfung, wenn Menschen über sehr lange Zeit einem hohen Stresslevel, oft am Arbeitsplatz, ausgesetzt sind. Das chronische Fatique-Syndrom dagegen ist eine neuroimmunologische Erkrankung, bei der die Patienten eine extreme Erschöpfung verspüren. Der Zustand verbessert sich auch nicht durch viel Ruhe. “CFS betrifft viele Aspekte des Lebens und kann sowohl körperliche als auch geistige Symptome hervorrufen, darunter Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen und eine generelle Unfähigkeit, alltägliche Aufgaben zu bewältigen”, beschreibt Ergocentra  sehr gut. Oft beginnt die Krankheit nach Infekten und ist nicht wirklich heilbar. Allerdings können die Symptome gut gelindert werden.

Typisches Symptome bei Burnout sind:

  • Emotionale Erschöpfung
  • Chronische Müdigkeit
  • sozialer Rückzug
  • Schlafstörungen
  • Angstzustände
  • Zynismus
  • psychosomatische Beschwerden wie Bauch- und Kopfschmerzen

Typische Symptome bei Fatigue sind:

  • Extreme anhaltende Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen 
  • Schlafstörungen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Belastungsintoleranz
  • Extreme Verschlechterung des Zustands nach kleinsten mentalen oder physischen Anstrengungen 

Warum hilft Ergotherapie bei Burnout und Fatigue Syndrom?

Da die Ergotherapie grundsätzlich einen Bezug zum Alltag herstellt, ist sie insbesondere bei Burnout und chronischer Erschöpfung das Mittel der Wahl. Die Patienten lernen im Zuge der Therapie mit Belastungen umzugehen, ihren Alltag wieder gut zu meistern und Erschöpfungszustände dauerhaft zu vermeiden. Dies wird erreicht, indem die Patienten in einen guten Rhythmus zwischen Aktivität und Entspannung geführt werden, wodurch Überlastung vermieden und mehr Regeneration garantiert wird. Mit Unterstützung der Ergotherapeuten lernen Patienten, ihren Alltag besser zu strukturieren und ihre Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge zu stärken. Durch ein stärkeres Bewusstsein, wo wertvolle Energie vergeudet wird, finden sie zu einem besseren Energiemanagement, wodurch Stress dauerhaft reduziert wird.

Im Zuge der Ergotherapie finden die Patienten außerdem einen guten Weg, ihren familiären und beruflichen Ansprüchen gerecht zu werden, Freude an Aktivitäten und Hobbys zu entwickeln sowie alte oder neue Freundschaften zu pflegen. Aufgrund der verbesserten Selbstwahrnehmung und dem Aufbau von mehr Resilienz, also psychischer Widerstandsfähigkeit, wird künftigen Rückfällen dauerhaft vorgebeugt.

Mit welchen Methoden wird in der Ergotherapie gearbeitet?

Wer sich wegen Burnout in ergotherapeutische Behandlung begibt, begegnet meist folgenden klassischen Therapiemethoden:

  • Suche nach Belastungsfaktoren
  • Entwicklung von Strategien zur Stressbewältigung 
  • Anwendung von Entspannungstechniken 
  • Entwicklung von Achtsamkeit 
  • Besseres Zeitmanagement 
  • Bewusster Umgang und Einsetzung der vorhandenen Energie 
  • Suche nach freudvollen Tätigkeiten 
  • Aufbau von Resilienz

Da sich viele Probleme bei Burnout und chronischem Fatigue-Syndrom ähneln, sind auch die Behandlungsmethoden oft sehr ähnlich. Allerdings kommen beim chronischen Erschöpfungssyndrom noch zwei weitere hinzu, die gerade für dieses Krankheitsbild sehr wichtig sind. 

  • Schmerzlinderung 
  • Steigerung kognitiver Funktionen

Die Seite Ergocentra beschreibt die zwei Punkte sehr schön:

“Schmerzlinderung: Viele Patienten mit CFS leiden unter chronischen Schmerzen. Ergotherapeuten setzen Techniken wie Entspannungsübungen, Dehnungsübungen und konditionierende Maßnahmen ein, um die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu fördern”

“Steigerung der kognitiven Funktionen: Neben der körperlichen Erschöpfung leiden viele Patienten mit CFS auch unter kognitiven Beeinträchtigungen wie Konzentrationsstörungen, Gedächtnisproblemen und „Brain Fog“ (eine Art geistiger Nebel). Ergotherapie kann kognitive Übungen und Strategien anbieten, um diese Symptome zu lindern.”

Warum bietet der Hausbesuch die perfekte Versorgung?

Wer unter einem Burnout oder CFS leidet, ist mit Ergotherapie im Hausbesuch optimal versorgt. Denn diesen Patienten fällt es oft schwer, aus dem Haus zu gehen und Termine wahrzunehmen. Das wird ihnen abgenommen, denn der Therapeut kommt zu ihnen. So findet die Therapie wirklich konsequent und in entspannter Atmosphäre statt, was schnelle Fortschritte erzielen kann.

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