In Neurologie und Orthopädie: Gute Erfolge durch die sensomotorisch-perzeptive Methode

Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung ist eine Methode in der Ergotherapie, die bei unterschiedlichsten Diagnosen Anwendung findet. Ärzte verordnen die Therapie recht häufig Kindern und Erwachsenen mit neurologischen und orthopädischen Erkrankungen.

Verknüpfung zwischen Gehirn und Körper verbessern

Primär geht es bei vielen Übungen im Bereich der sensomotorisch-perzeptiven Methode darum, im Gehirn die Verarbeitung der Sinnes- und Körperempfindungen zu schulen und damit die - Körper - Koordination zu verbessern. „Das verleiht den Patienten die Fähigkeit, ihre Körperbewegungen besser zu steuern, ihre Handgeschicklichkeit zu trainieren und ihren Körper besser zu spüren“, erklärt Valentina Velici-Velikov, die für uns am Standort Ulm als Ergotherapeutin Patienten betreut.

Der Fokus liegt immer auf dem Alltagsbezug

Die Diagnosen, die ihr im Alltag begegnen, reichen in der Neurologie von sensomotorischen Störungen wie Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Parkinson, MS als auch nach orthopädischen Unfällen wie Handverletzungen, Plexusschäden, Ellenbogenverletzungen, Karpaltunnelsyndrom und vielem mehr. Nach einer ausführlichen Anamnese legen Ergotherapeutin und Patient gemeinsam ein Ziel fest, das innerhalb der Ergotherapie erreicht werden soll. Meist hat dieses Ziel einen direkten Bezug zum Alltag des Patienten, denn das ist eine der Kernideen der Ergotherapie: Der Patient soll mit Unterstützung der Ergotherapie zurück in seine Selbstständigkeit finden und ein möglichst eigenständiges Leben ermöglicht bekommen.

Impulse nutzen und die Aktivität fördern

„Anfangs, wenn die Patienten noch nicht beweglich sind, therapieren wir sehr viel passiv, um der Versteifung von Gelenken vorzubeugen. Sobald sich aber irgendwo Aktivität zeigt, nutzen wir den Impuls und fördern diese ganz gezielt“, schildert Valentina, wie sie oftmals in die Therapie einsteigt. Denn bei Schlaganfallpatienten mit Halbseitenlähmungen dreht sich meist alles um die Motorik. Die gelähmte Seite wird ganz gezielt gefordert und gefördert. Hierfür üben die Ergotherapeuten assistiv Alltagssituationen, wie beispielsweise das Führen eines Glases zum Mund. „Je öfter das geschieht, desto mehr kann der Patient selbst ansteuern, denn das Gehirn lernt nur, wenn es die Übung selbst umsetzen soll.“

Bewegungsabläufe im Gehirn neu verankern

Egal ob neurologisch oder orthopädisch - je mehr Bewegungen die Patienten selbstständig ausführen können, desto mehr aktive Übungen zur Kräftigung bringen die Ergotherapeuten auf den Therapieplan. So werden die Bewegungsabläufe im Gehirn neu verankert und die Muskulatur gestärkt. In vielen Fällen, wenn die Nerven betroffen sind, steht auch Sensibilitätstraining auf dem Programm.

Verletzte Nerven sensibilisieren

„Sind Nerven geschädigt, ist es ganz wichtig, sie zu sensibilisieren und ihnen Input zu geben“, betont Valentina. Hierfür werden sogenannte Tens-Geräte zur elektromagnetischen Stimulation von Nerven eingesetzt oder auch das Novafon, das mit Schallwellen die Tiefensensibilität erreicht. Daneben gibt es sogenannte Luftpolsterschienen für die Extremitäten, Massagen und die Therapie nach dem Bobath, Affolter oder Perfetti Konzept.

Desensibilisierung bei Taubheit

Gegen das Taubheitsgefühl, das mit manchen Erkrankungen einhergeht, kann das Desensibilisierungsprogramm helfen. Dabei wird regelmäßig, beispielsweise mit einer Bürste, für mehrere Minuten über die taube Stelle gestrichen. Laut Valentina ist wissenschaftlich belegt, dass in vielen Fällen das Desensibilsierungsprogramm hilft, die Hypo-, bzw. Hypersensibilität von Nerven zu verbessern. Bei Querschnittpatienten ist das Therapieziel primär die Hilfsmittelversorgung, damit der Patient gut durch seinen Alltag kommt. Auch hier spielt die Mobilisation von allen Gelenken eine große Rolle sowie das Transfertraining.

Beweglichkeit ist das A und O

Egal, mit welcher Methode behandelt wird, eines hat Valentina festgestellt: „Wenn man ganzheitlich arbeitet und den Patienten Eigentraingspläne mit nach Hause gibt, ist eine erfolgreiche Kombination geschaffen, um eine bessere Beweglichkeit herzustellen.“ Und beweglich zu werden und zu bleiben ist der ganz entscheidende Punkt, der über allem steht. So wird die Selbstständigkeit im Alltag ermöglicht, betont Valentina.

Hausbesuch als Service für Patienten

Für alle Ergotherapie-Patienten,  nicht nur für die, die noch nicht so beweglich sind, bietet sich eine Behandlung im Hausbesuch an. Bei Bunz mobile Ergotherapie können Sie zeitnah und sehr flexibel für sich selbst oder Angehörige Termine vereinbaren.

Eine ältere Dame und ihr Therapeut von Bunz mobile Ergo stehen vor einem Fenster.
Vorteile des Bunz Ergo - Jobs
Hier erklären wir die wichtigsten Vorteile genauer
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